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Eindrücke

Ferien auf dem Bauernhof

von Hans Georg Bierbass aus Köln

 

Kapıkırı, ein kleines Dorf am Fuße des Latmos-Gebirges ist fast so etwas wie ein Freilichtmuseum.

Über 2000 Jahre alte Gemäuer und drum herum das Leben eines ganz normalen Dorfes. Auf den Terrassen der Pension Yasemin hat man dabei so etwas wie Logenplätze. Die Bauern die zur Arbeit gehen oder von dort kommen, Kühe, die zur Weide getrieben werden, sind das Unterhaltungsprogramm, das einem vom Innenhof der Pension geboten wird. Von der Dachterrasse bietet sich ein Blick über griechische Ruinen, den Bafa-See und in die Berge.

 

Adıl und Besire betreiben die Pension Yasemin, als sehr herzliche Gastgeber. Adıl übernimmt dabei den Part des Fremdenführers. Wanderungen verschiedener Schwierigkeitsgrade, Fahrten zum Markt oder zu einem der vielen archäologischen Stätten hat er im Angebot. Dabei ist Adıl anzumerken, dass es ihm ein Anliegen ist, seinen Gästen möglichst viele Highlights seiner Heimat zu zeigen.

 

Besire ist für den kulinarischen Teil verantwortlich. Vom Frühstück mit vielen Produkten aus dem Dorf, Tomaten, Käse und vor allem das köstliche Olivenöl, die Erfüllung der kleinen Extras zwischendurch. Besire bietet typisch türkische Küche. Fast alles ist hausgemacht und lecker.

 

Die ganze Familie, zu ihr gehören Adıls Eltern, sowie die beiden Söhne, strahlt eine wunderbare Gastfreundlichkeit aus, die nie aufdringlich ist.

 

Auf der Dachterrasse findet der Türkischunterricht statt. Täglich lernen und dann gleich anwenden, bringt schnellen Lernerfolg und machen Spaß. Die Gastgeber wissen, dass wir langsamer hören als sie normalerweise sprechen und unterstützen durch langsames Reden und geduldiges Wiederholen. Das Vokabular für den Besuch auf dem Markt, liefert Kenan im Unterricht. Neben der Grammatik, beantwortet Kenan Fragen zu Situationen auf dem Markt oder im Ort und erzählt über türkische Bräuche und Anekdoten. So wird man fit in Türkisch für Alltagssituation. Nebenbei erzählt Kenan über die Geschichte der Region und über die Ausgrabungen in Kapıkırı.

 

Wir waren im September 2010 eine Woche dort und haben es sehr genossen. Die Nähe von Natur und Kultur ist beeindruckend. Kenans Sprachkurs vor Ort verschafft „Türkischroutine“ und Sicherheit. Das Wetter war sommerlich warm, aber nicht zu heiß zum Wandern.

Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass wir eine tolle Woche hatten.

 

 

Sprache lernen und dabei wandern

von Regina Anderer

 

Hallo, es ist mir ein sehr großes Bedürfnis, über meine Erfahrungen und Erlebnisse meiner Sprach- und Wanderreise in Kapıkırı am Bafa-See zu berichten. 

 

Mein Urlaub dort war vom 03.-13. September 2010, weitere zwei Tage verbrachte ich dann noch an der Ägäis. Der Sprachkurs bei Kenan fand von 04.-10. September statt.

 

Kapıkırı ist ein wunderbarer Ort direkt am Bafa-See und wir lebten dort sehr schön und idyllisch, wurden in unserer Pension sehr freundlich aufgenommen und stets liebevoll umsorgt. Pensionswirt Adil war unser Fahrer, Wanderführer durchs Latmosgebirge und auch bald unser guter Freund, und er las alle Wünsche von unseren Augen ab. Seine Ehefrau Besire ist eine Göttin in der Küche und am offenen Ofenfeuer im Innenhof. Sie verköstigte uns mit türkischer, stets leckerer Hausmannskost, die keine Wünsche offen ließen.

 

Unsere Unternehmungen nach dem Sprachunterricht am Nachmittag waren stets sehr vielseitig, interessant und unterhaltsam.

 

Wir fünf Sprachschüler kannten uns vorher nicht, aber zusammen mit Adil und Kenan, unserem Sprachlehrer, wuchsen wir recht schnell zu einem stets humorvollen, harmonischen und außerordentlich lebendigen Dreamteam zusammen. Unser Lehrer Kenan führte uns Vormittags, nach dem gemeinsamen köstlichen und reichhaltigen Frühstück, auf einer schattigen und sehr bequemen Dachterrasse mit Blick über das Dorf und den See sehr lebendig und kurzweilig durch den täglichen Unterricht von á drei Stunden. Kenan unterrichtet nicht nur kommunikationsorientiert, auch gestaltet er seinen Unterricht sehr gut vorbereitet, lebendig, praxisnah und für die Schüler interessant zusätzlich mit seinem eigenen und wertvollen Unterrichtmaterial, Aufgabenblättern, Puzzle die zum laut Nachdenken anregen.

Fragen, Wiederholungen usw. werden sehr geduldig und immer auf den Punkt gebracht von Kenan behandelt bzw. beantwortet.

 

Ich möchte den Usern hier solch eine Sprach-Wanderreise an den Bafa-See wärmstens ans Herz legen.

 

Lieber Kenan,

ich bin sehr glücklich darüber, dass ich damals Deinen Beitrag in einem Forum gelesen und reagiert habe. Dass ich relativ schnell buchte und Anfang September diese Reise antrat, war die richtige Entscheidung und ist eine große Bereicherung für mich.

 

Der Urlaub am Bafa-See war wunderschön, erholsam und erlebnisreich. Herzlichen Dank für alles,

Regina

 

 

Kapıkırı - kulinarische Köstlichkeiten konkurrieren mit dem Komparativ

von Dorothee Hartmann

 

Das Dorf Kapıkırı an der Westküste der Türkei ist eine Reise wert. Der Name des denkmalgeschützten Ortes klingt ein bisschen wie seine lautesten Bewohner: frühmorgens werden wir vom Hahnenschrei geweckt – und Hähne gibt es dort viele.

 

Die Pension Yasemin, die von Adil und Besire geführt wird, liegt an einer der größeren Straßen des Dorfes. Sie hat einen sehr gemütlichen Innenhof mit einem großen Holztisch, an dem wir uns gut unterhalten und noch besser gegessen haben. Von der überdachten Terrasse bietet sich ein Panoramablick auf die Moschee und den Bafa-See, und das Licht und die Farben sind nach dem langen Winter in Köln unglaublich intensiv.

 

Auf dieser Terrasse findet der Sprachunterricht statt. Während Kenan sich große Mühe gibt, uns die türkischen Steigerungsformen beizubringen, werden wir von kleinen Karawanen von Kühen, Eseln, Hühnern, Hunden und Katzen abgelenkt, die von Bäuerinnen in bunten Pluderhosen zum See geführt werden. Gleichzeitig sind wir gedanklich mit unserem Ausflug auf den Markt in Milas beschäftigt, der für den Nachmittag geplant ist: Was muss ich sagen, wenn ich so eine bequeme Hose mit rosa Blumenmuster – und vielleicht auch eine Nummer größer - haben möchte? – Moment, „größer“ steht doch an der Tafel, also aufpassen!

 

Irgendetwas riecht hier ganz lecker – Brot oder Kuchen? Und spätestens wenn Adil uns Tee und Besires Butterkuchen anbietet, ist auch für den besten Lehrer kein Unterricht möglich – Pause! Die „Hosenfrage“ hat viel mit dem ausgezeichneten Essen zu tun, das Besire zubereitet: zum Frühstück gibt es Käse, Honig und Marmelade - selbstgemacht und in verschiedenen Sorten – und Joghurt, Oliven, Tomaten und Gurken, zum Abendessen Fisch aus dem Bafa-See und köstliche kalte und warme Gemüsegerichte, frisches Brot und Käse, zum Nachtisch Nüsse und Helva – das Essen schmeckt so gut, dass man unbedingt alles probieren möchte.

 

Einen Ausgleich bieten die „Spaziergänge“ mit Adil – ich würde sie eher als „Bergwanderungen“ bezeichnen. Adil springt leichtfüßig über Felsen, eilt über Eselspfade und antike Straßen, während er auf römische und griechische Sehenswürdigkeiten, wilde Orchideen und Stachelschweine hinweist. Im Vergleich zu ihm komme ich mir wie eine der Schildkröten vor, die am Wegrand in der Sonne sitzen. Belohnt werden wir mit einem idyllischen Blick auf Kapıkırı und das antike Latmos - und vor allem findet man die Höhlen mit den Freskenmalereien, die man ohne Adil sicher nicht entdeckt hätte.

 

Wenn man es weniger sportlich angehen möchte, ist eine Bootsfahrt auf dem Bafa-See eine beeindruckende Erfahrung, oder ein Ausflug ins das antike Milet. Und „nebenbei“ lernt man in einer Woche auch viel Türkisch, das man sofort anwenden kann – Adil, Besire und ihre Mutter Müseine sind sehr gastfreundlich, hilfsbereit und entgegenkommend, und den Satz „danke für das köstliche Essen“ sollte man unbedingt zuerst lernen. Die Sprachreise nach Kapıkırı hat mir sehr gut gefallen und ich empfehle sie gerne weiter!

 

 

Kapıkırı türkische Sprachreise mit Dr. Kenan Oturan

von Eddy und Brigitte Wonneberg

 

  • besonders historischer Ort Herakleia (Hethiter 1100 v. Chr. Und Alexander der Große 300 v. Chr.)
  • besonderes Dorf (Hahnenschrei, Esel i.A), Kuh-Muh usw.) und dazugehörige Gerüche
  • besonders reizvolle Landschaft mit Gneis-Fels-Formationen
  • besonders gut umsorgt von Dr. Kenan Oturan als Reiseleiter
  • besonders geistig gut versorgt mit guten Lern-Modulen
  • besonders gut versorgt mit türkischen Speisen und Getränken in der Pansiyon Yasemin
  • besonders gut geführt auf Wanderungen mit Adil Duran
  • besonders erheitert durch Adils türkischen Humor
  • besonders von der türkischen Sprache begeisterte Gruppe

 

Toplam: Eine besondere Reise.